Fundraising in Kirchen

 

Gerade in Kirchen hat Fundraising, also die freiwillige Gabe dessen, der mehr hat als der andere, eine jahrtausendealte Tradition. Schon Paulus bat ja in seinen Briefen immer wieder um Spenden für die verarmte Gemeinde in Jerusalem.

Und viele Kirchenbauten sind bleibendes Zeugnis dieser nie ermüdenden Spendenbereitschaft.

 

Wir suchen ja im Fundraising immer nach einer emotionalen Beziehung des Spenders zu unserem Vorhaben und wollen ihm die Gelegenheit bieten „Sinn zu stiften" – wo wäre das augenfälliger möglich als in der Kirche.

 

Und doch erscheint manchmal dieses „wieder und wieder" der Spendenbitten an immer die gleichen Spender so mühsam, und man sehnt sich nach einer neuen, unverbrauchten Zielgruppe.

Diese findet man tatsächlich, wenn es beispielsweise um ein Kirchengebäude geht. Hier ist die emotionale Bindung der heutigen oder früheren Anwohner, ja des ganzen Stadtteils oftmals so stark, dass hier die Spendenbitte erstaunliche Erfolge haben kann. Viele Menschen waren ja vielleicht als Kind mit dieser Kirche verbunden, haben hier geheiratet oder sich einfach nur immer wieder am Klang der Glocken erfreut.

 

Dennoch darf man die Gemeindemitglieder niemals außen vor lassen. Man muss sie vielmehr ganz bewusst immer wieder einbinden, indem man zeigt, welchen Weg man schon gemeinsam gegangen ist, welche Anschaffungen, welche Projekte man über die letzten Jahrzehnte hinweg schon durch die Spenden der Gemeinde verwirklichen konnte.

Diesen berechtigten Stolz gilt es zu verwandeln in die Freude auf neue Herausforderungen, auf neue Vorhaben. Wenn die Projekte von der Gemeinde gewünscht werden, dann wird die Gemeinde auch immer wieder spenden.

Ja, sie wäre zu Recht verletzt und verärgert, wenn sie einmal gar nicht mehr gefragt würde!