Fragen rund ums Fundraising

 

Warum Fundraising?

 

Fundraising ist eine uralte Geschichte. Schon der Apostel Paulus warb in seinen Briefen um Geldspenden für die verarmte Jerusalemer Christengemeinde.

 

Seit Jahrhunderten schon gab und gibt es immer wieder Stifter, die Krankenhäuser und Heime gegründet haben. Ungezählte Spender weltweit ermöglichen durch ihr Geld Hilfe für Menschen und Umwelt.

Und das sind nicht nur die ganz großen, bekannten Mäzene. Fast jeder von uns ist doch irgendwo engagiert, sei es durch Geldspenden, sei es im Ehrenamt.

 

Aber es genügt heute nicht mehr, einmal im Jahr einen Spendenbrief zu verschicken. Der Spendenmarkt wird heute von den großen Organisationen höchst professionell und mit großem Budget beworben. Daran müssen sich auch kleinere Organisationen und Kirchen anpassen, indem auch sie ihr Fundraising professionalisieren. 

 

Das klingt schwieriger als es ist. Oft genügt es, wenn man die Datenbank etwas ausführlicher gestaltet, wenn man die Aktionen offener bewirbt - und dabei seine eigenen Stärken gegenüber den "anonymen" großen Organisationen herausstellt.

 

 

Kosten des Fundraising

 

Fundraising kostet! Glauben Sie niemandem, der Ihnen das Gegenteil weismachen will.

Man rechnet normalerweise bei kleinen Organisationen mit Kosten von 10%, bei großen schon mal mit Kosten von 30% der eingeworbenen Summe. Das ist natürlich nicht der Betrag, den der Fundraising-Berater bekommt. Nein, das sind vielmehr die Kosten Ihrer Verwaltung, das sind die Stunden, die Sie selbst aufbringen, das sind die Materialaufwendungen für Fundraisingaktionen, und das sind die Löhne, die Sie den Ehrenamtlichen zahlen müssten, wenn nicht - ja, wenn es nicht so viele Spender gäbe: Zeitspender, Geldspender, Wissensspender.

 

Fundraising kostet Sie also doch nicht so viel, weil Ihr Projekt oder Ihre Organisation so viele Zuwendungen von anderen bekommen. Und doch erfordert gerade das eine gute Fundraisingstruktur und Danksagungskultur, um den Spendern von Geld zu danken, aber auch, um den Ehrenamtlichen und den vielen verborgenen Helfern und Unterstützern zu danken und sie weiter zu motivieren. 

 

 

Ethik des Fundraising

 

Vielen Menschen fällt es schwer, um Geld zu bitten, ja, es graut ihnen davor "Bettelbriefe" zu schreiben.

 

Aber im Fundraising "betteln" wir nicht um Geld - wir bauen Beziehungen auf zu Menschen, die unser Anliegen teilen, und wir machen diesen Menschen ein Angebot, wie sie mit ihrer Zeit, mit ihrem Geld oder ihrem Wissen die Welt ein klein wenig besser machen und die Zukunft in ihrem Sinne gestalten können.

 

Sie werden staunen, wieviele Menschen auf der Suche nach Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Umwelt und Gesellschaft sind. Sie wollen etwas bewegen, wollen Mißstände beseitigen.

Diese Menschen werden dankbar sein, wenn sie gefragt werden.

 

 

Sir Winston Churchill hat einmal gesagt:

 

"We make a living by what we get, but we make a life by what we give."

 

Mit dem, was wir bekommen, bestreiten wir unseren Lebensunterhalt - mit dem, was wir geben, gestalten wir unser Leben.